Caritas unterstützt moralisch fragwürdige UN-Ziele „für nachhaltige Entwicklung“

Titelblatt des Jahresberichts 2019 von Caritas Internationalis
Titelblatt des Jahresberichts 2019 von Caritas Internationalis (Foto: Screenshot | Caritas Internationalis)

Der Vatikan hatte einige Ziele kritisiert, weil sie Abtreibungen, Gender-Ideologie und andere problematische Punkte befördern könnten.

Vatikanstadt (kathecho.de) – Caritas Internationalis, die Dachorganisation der insgesamt 162 nationalen Caritas-Wohlfahrtsverbände, signalisierte im soeben veröffentlichen Jahresbericht 2019 Unterstützung für die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen (UN). Obwohl der Vatikan offiziell einige Aspekte dieser Ziele kritisiert hat, schrieb Caritas Internationalis, man habe eine „Nebenveranstaltung zum Thema ‚Die Agenda 2030 mit Leben erfüllen‘“ organisiert, „bei der es um die Rolle von Glaubensgruppen bei der Umsetzung der Agenda 2030 durch die Begleitung lokaler Gemeinschaften geht. Dies bot die Gelegenheit, den Beitrag von Glaubensakteuren zur Agenda 2030 vorzustellen.“ Caritas Internationalis untersteht dem Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, das erst 2016 gegründet wurde. Präsident der Organisation ist Kardinal Luis Antonio Tagle. Der 63-jährige Philippiner war Ende 2019 von Papst Franziskus als Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker nach Rom berufen worden.

Auf der Internetseite von Caritas Internationalis heißt es darüber hinaus, die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen „verbinden soziale, wirtschaftliche und ökologische Entwicklung, was seit langem eine Priorität der Caritas ist. Aber die Herausforderungen sind groß – eine wachsende Bevölkerung, eine Zunahme von Naturkatastrophen, die Auswirkungen der Umweltzerstörung und des Klimawandels.“ Man werde die „Umsetzung und Fortschritte“ der Ziele überwachen und „die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen“. Die Ziele „erhalten unsere Chance, Gerechtigkeit, Gleichheit, Fürsorge und Anstand in unserer Welt aufzubauen“, betont der Wohlfahrtsverband.

Caritas Internationalis erwähnt mit keinem Wort die problematischen Stellen in den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Die Vereinten Nationen wollen mit Ziel 3 – „Gesundheit und Wohlergehen“ – bis 2030 „den allgemeinen Zugang zu sexual- und reproduktionsmedizinischer Versorgung, einschließlich Familienplanung, Information und Aufklärung, und die Einbeziehung der reproduktiven Gesundheit in nationale Strategien und Programme gewährleisten“. Ebenso formuliert Ziel 5 zur Gleichstellung der Geschlechter, man wolle den „allgemeinen Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und reproduktiven Rechten gewährleisten“.

Schon 2016 hatte der Ständige Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, Erzbischof Bernadito Auza, dazu offiziell angemerkt, man lehne „die Interpretation ab, welche Abtreibung oder den Zugang zu Abtreibung, Leihmutterschaft oder geschlechtsspezifische Abtreibung und Sterilisation als Dimensionen dieser Begriffe betrachtet“. Auza sagte ferner: „Da das Recht auf Gesundheit eine Folge des Rechts auf Leben ist, kann es niemals als Mittel zur Beendigung des Lebens einer Person benutzt werden, die von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod eine solche ist.“ Der Begriff „reproduktive Gesundheit“ und ähnliche Ausdrücke seien „problematisch, da sie die transzendente Dimension der menschlichen Fortpflanzung verschleiern. Der Begriff ‚Fortpflanzung‘ wird bevorzugt, weil er die Teilhabe des Paares, Mann und Frau, an Gottes Schöpfungswerk widerspiegelt.“

Der Erzbischof stellte außerdem fest: „Der Heilige Stuhl betrachtet solche Begriffe nicht als auf ein ganzheitliches Gesundheitskonzept anwendbar, da sie nicht in der Lage sind, jeden auf seine Weise in der Gesamtheit seiner Persönlichkeit, seines Geistes und seines Leibes zu erfassen, und da sie außerdem nicht die Erreichung der persönlichen Reife in der Sexualität und im Bereich der gegenseitigen Liebe und Entscheidungsfindung fördern und damit die Merkmale der ehelichen Beziehung zwischen einem verheirateten Mann und einer verheirateten Frau übersehen, die den moralischen Normen entsprechen.“

Der englische Begriff „Gender“ – im Deutschen mit „Geschlecht“ übersetzt – müsse als „biologische Identität“ verstanden werden, so Auza. Auch wenn zahlreiche Dokumente der Vereinten Nationen diese traditionelle Interpretation unterstützen, kann das Wort „Gender“ auch auf die Gender-Ideologie verweisen, wodurch die natürlichen Geschlechter – männlich und weiblich – im Grunde abgeschafft werden.


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