Erzbischof von Berlin wirbt für Pflegeausbildung

Bischof Bertram Meier
Bischof Bertram Meier (Foto: Walter Wetzler | Erzbistum Berlin)

Mit Menschen arbeiten, Verantwortung übernehmen, betreuen und beraten. Für andere da sein. Das kann sehr erfüllend sein.“

Berlin (kathecho.de) – Erzbischof Heiner Koch von Berlin hat in einer Radioansprache junge Menschen ermuntert, eine Pflegeausbildung zu machen. Nach dem Schulabschluss stelle sich für viele junge Erwachsene „jetzt eine große Frage: Welche Ausbildung soll ich machen? Welchen Beruf soll ich lernen? Eine Weichenstellung für das ganze Leben. Möglichkeiten gibt es heutzutage reichlich. Doch welche ist die richtige?“ Der Erzbischof sagte: „Mit Menschen arbeiten, Verantwortung übernehmen, betreuen und beraten. Für andere da sein. Das kann sehr erfüllend sein. Zweifellos ein Dienst an unserer Gesellschaft, der außerdem einen sicheren Arbeitsplatz mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten verspricht. Der Bedarf ist riesengroß.“

Gerade im Zuge der Corona-Krise sei deutlich geworden, „welche Bedeutung Pflege wirklich hat. Sie gilt nun als systemrelevant.“ Letzlich sei sie aber mehr als das, denn sie bringe „Tag für Tag Menschlichkeit in unsere Welt. Und die haben wir heute bitter nötig.“

Ausdrücklich warb Koch, der seit 2015 in der Bundeshauptstadt wirkt, für eine neue Pflegeschule in Berlin, getragen in Zusammenarbeit mit der Caritas und benannt nach der heiligen Hildegard von Bingen. Hier werde eine enge Verbindung von Theorie und Praxis sowie eine individuelle Begleitung in der Ausbildung angeboten. „Die Namensgeberin Hildegard von Bingen war eine bedeutende Universalgelehrte“, erklärter der Erzbischof. „Ihre Werke umfassten Religion, Medizin, Naturheilkunde und Ethik. Sie galt als selbstbewusst und verfügte über eine große Ausstrahlung. Eine solche Ausstrahlung gebührt auch der Pflege.“

Der internationale Caritasverband untersteht dem vatikanischen Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen. In Deutschland ist die Caritas mit fast 700.000 Angestellten einer der größten Arbeitgeber. Zudem arbeiten zahlreiche Menschen ehrenamtlich für die Ende des 19. Jahrhunderts von Prälat Lorenz Werthmann gegründete Organisation. Zusätzlich zu Beiträgen aus der Sozialversicherung sowie Eigenbeiträgen der Leistungsempfänger, etwa pflegebedürftigen Menschen, finanziert sich die Caritas auch aus Steuergeldern, kirchlichen Mitteln und Spenden.


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