Katholische Schwangerenberatung hilft Tausenden Frauen und Paaren im Erzbistum Köln

Symboldbild: Schwangere Frau
Symboldbild: Schwangere Frau (Foto: Unsplash)

Mehr als 9.000 Frauen und Männer wurden im vergangen Jahr umfassend vor, während und nach der Schwangerschaft unterstützt.

Köln (kathecho.de) – Die katholische Schwangerenberatung esperanza in der Erzdiözese Köln hat im vergangenen Jahr mehr als 9.000 Frauen und Männer auf ihrem Weg zu einem Kind unterstützt. „Armut ist bittere Realität, besonders bei jungen Familien. Das spüren unsere Beraterinnen und Berater in den 36 Beratungsstellen im Erzbistum Köln immer deutlicher“, sagte Anke Hirsch, esperanza-Referentin beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln. Bei den Beratungsgesprächen sei es neben Armut und Existenzangst auch um psychische Überforderung, Angst vor einer Behinderung des Kindes, ungewollte Schwangerschaften oder den Umstand, als Minderjährige schwanger geworden zu sein, gegangen.

Esperanza war vor 20 Jahren durch den inzwischen verstorbenen Kardinal Joachim Meisner gegründet worden, da katholische Schwangerenberatung – gegen den Widerstand vieler deutscher Bischöfe – aus moralischen Gründen nicht länger innerhalb des staatlich organisierten Systems stattfinden konnte. Um Teil der staatlichen Beratung zu sein, sind die entsprechenden Stellen verpflichtet, einen Schein auszustellen, der eine legale Abtreibung ermöglicht. Die katholische Kirche hat indes von Anfang an gelehrt, die „formelle Mitwirkung an einer Abtreibung“ sei „ein schweres Vergehen“, das entsprechend „mit der Kirchenstrafe der Exkommunikation“ bestraft werde.

Laut einer Pressemitteilung der Erzdiözese Köln hat esperanza seit dem Jahr 2000 „mehr als 185.000 Frauen und Männer beraten. Das Erzbistum Köln hat knapp 50 Millionen Euro in den Fachdienst investiert und damit tausenden Familien den Start mit Kind erleichtert. Allein 2019 wurden drei Millionen Euro vergeben, die Mittel stammten aus der Bundesstiftung Mutter und Kind, kommunalen Hilfen und dem bischöflichen Hilfsfonds.“

Esperanza berät – wenn gewünscht, anonym – nicht nur Frauen und Paare vor und während der Schwangerschaft, sondern leistet auch darüber hinaus Hilfe. So bietet die Schwangerenberatung in Kooperation mit anderen Stellen im Erzbistum Köln verschiedene Kurse an, welche „den jungen Müttern und Vätern ein Basiswissen über die Versorgung und Erziehung ihrer Kinder in den ersten Lebensjahren“ vermitteln. Während der Schwangerschaft vermittelt esperanza neben verschiedenen Informationen zu Versicherung, finanzieller Sicherheit und rechtlichen Angelegenheiten auch konkrete materielle Unterstützung etwa durch kirchliche Fonds. Väter werden direkt durch gesonderte Beratungsangebote angesprochen.


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