Kleruskongregation will Gespräche mit deutschen Bischöfen zu Pfarreienreform

Kardinal Beniamino Stella, Präfekt der Kleruskongregation
Kardinal Beniamino Stella, Präfekt der Kleruskongregation

Zahlreiche deutsche Bischöfe hatten zuvor das Dokument kritisiert, das nur Priestern die Leitung einer Pfarrei gestattet.

Vatikan (kathecho.de) – Als Antwort auf die brutale Kritik vieler deutscher Bischöfe am römischen Dokument zur Pfarreienreform, welches nur Priestern die Leitung einer Pfarrei gestattet, hat der Vatikan Gesprächsbereitschaft angekündigt. Kardinal Beniamino Stella, Präfekt der zuständigen Kleruskongregation, sagte am Mittwoch gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), man werde die Bischöfe gerne empfangen, um deren Zweifel und Verblüffung zu beseitigen. Die Kleruskongregation stehe „zu gegebener Zeit“ für ein Gespräch zur Verfügung.

Laut KNA wollte Stella nicht näher auf die Frage eingehen, welche Impulse sich der Vatikan von dem Dokument in Deutschland erhoffe und inwieweit es eine Antwort auf die Reformbestrebungen deutscher Katholiken darstelle. Er äußerte sich ebenfalls nicht zu den Gründen für eine plötzliche Veröffentlichung der Instruktion ohne Vorwarnung, obwohl gerade einige Diözesen in Deutschland die dort verbotenen Maßnahmen gerade umsetzten, so die KNA.

Bischof Franz-Josef Bode, der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hatte gesagt, in seinem Bistum Osnabrück, wo es bereits fünf Laien als Gemeindeleiter gibt, halte man sich an can. 517 des Kirchenrechts, wonach ein Nicht-Priester „wegen Priestermangels […] an der Wahrnehmung der Seelsorgsaufgaben einer Pfarrei“ beteiligt werden kann. „Die Instruktion lässt diesen Weg nur als vorübergehende ‚Notverordnung‘ zu“, räumte Bode ein. „Ich bin der Meinung, dass diese Not bei uns an so manchen Stellen permanent existieren wird.“

Bode verwies auf den Synodalen Weg der Kirche in Deutschland, um Widerstand gegen die neue römische Instruktion zu leisten: „Umso notwendiger erweist sich nun unser ‚Synodaler Weg‘ in Deutschland, auf dem es ja gerade um diese ekklesiologischen Fragen geht, darum, wie eine Kirche der Beteiligung aussehen kann, wie der priesterliche Dienst heute zu verstehen und zu bestehen ist und wie Frauen und Männer gemeinsam Kirche gestalten. Nur dieser synodale Weg kann eine Antwort auf diese römische Herausforderung sein.“


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